Die Vorburg

Gastgeber treffen Gastgeber

Wenn einer eine Reise tut. Ein richtig abgedroschener Spruch, oder? Gastgeber sollten von Zeit zu Zeit mal aus Ihrem eigenen Umfeld herausgerissen und freundlich aber bestimmt mit anderen Konzepten konfrontiert werden, um den Blick auf’s Ganze wiederzuerlangen.

Die Standortmarketing Mansfeld-Südharz GmbH lud touristische Unternehmen des Landkreises zu einer zweitägigen Reise nach Österreich ein. Als zukünftige Nachbarn durften auch wir die Gelegenheit nutzen und so auch die neuen Nachbarn und eben Österreich kennenlernen. Wer dabei an einen Kegelausflug und grenzenlose Freizeit denkt, dem seien die folgenden Filmmitschnitte ans Herz gelegt.

 

Werfenweng zeigt, wie Tourismus in der Zukunft aussehen kann. Spiegel Online schreibt: „Langsamer, entspannter, ohne Hektik. Das österreichische Dorf Werfenweng im Salzburger Land will Touristen den autofreien Urlaub schmackhaft machen. Alles, was mit der Entdeckung der Langsamkeit einhergeht, kostet dort nichts.“  Bürgermeister Peter Brandauer präsentierte eindrucksvoll, wie man ein Dorf in das nächste Jahrhundert katapultieren kann. Bei stagnierenden Übernachtungszahlen und fehlenden Visionen das richtige Konzept als Vorreiter umsetzen, erfordert Engagement und die richtigen Mitstreiter. Eindrucksvoll und beeindruckend. Da sah man staunende Gesichter, ebenfalls beeindruckend. Nebenbei bemerkt hat die kleine Ortsgemeinde nur knapp tausend Einwohner.

Der Geschäftsführer der Flachau Tourismus Andreas Fischbacher zeigte im weiteren Verlauf die klare Positionierung der kleinen Gemeinde Flachau inmitten der Österreichischen Tourismusgebiete. Mit unter 3.000 Einwohner katapultierte es sich unter die Top 10 der österreichischen Destinationen mit siebenstelligen Übernachtungszahlen. Flachau ist sicherlich eine junge, dynamische und sehr sportaffin positionierte Tourismusdestination. Die Herangehensweise, Positionierung und Denkweise ist jedoch auch für unseren Landkreis beispielgebend.

Da sitzen wir nun im Kreise der Kolleginnen und Kollegen, diskutieren, debattieren, lamentieren. Natürlich finden sich viele Ausreden, Ausflüchte, Gründe es nicht zu tun. Das liebe Geld und die Politik wird immer wieder in Spiel gebracht. Das sehen wir deutlich differenziert und melden entsprechende Meinung an. Wir kennen uns ja mit dem Thema Transformation nicht nur im Rahmen der Café- und Speisehallen-Gesellschaft gut aus, alle unsere Marken und Unternehmungen treffen irgendwie auf dieses Wort und die damit verbundenen oftmals negativ gestimmten Gesichter. Niemand freut sich auf Veränderungen, aber nahezu alle beschweren sich munter fröhlich. Also ist auch hier eine Menge Engagement und langfristiges, bzw. langwieriges Argumentieren notwendig um Veränderungen zu erzielen.

Wir sind weiterhin froh gestimmt und sehen unsere Planungen passend für die Region und passend für den zukunftsgerichteten Markt bestätigt. Denn nichts ändert sich so rasant wie das Verhalten der zukünftigen Gäste. Tolle und aufschlußreiche Tage, in mehrfacher Hinsicht. Keine vergeudete Zeit. Im Gegenteil. Zur richtigen Zeit initiiert vom Standortmarketing, wir sind tatkräftig dabei und freuen uns auf das gemeinsame Gestalten im schönen Mansfeld-Südharz.

 

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