Kernburg / Museum Burg & Schloss Allstedt · Die Vorburg

Mittelalterliches Treiben auf Burg & Schloß Allstedt

Wie lassen sich die vergangenen Tage in Worte fassen? Selten bin ich um eben solche verlegen. Doch was sich da so an den Tagen beginnend mit einem Freitag den 13. ereignete, läßt mich doch nach Worten ringen. Der Freitag war gefüllt mir Terminen rund um unser Projekt. Gasversorger, Elektrik-Fachleute, Architektentermin und und und. Hierüber erlaube ich mir in einem späteren Beitrag ausführlich zu berichten. Zunächst gewähre ich dem Treiben auf dem Burg & Schlossgelände den Vortritt.

Mittelalterliches Burgfest am 14. und 15. April 2018 auf Burg & Schloss Allstedt. Die Vorburg macht mit.

Unter der Regie der Veranstaltungsagentur Sündenfrei und mit Unterstützung des Museums und der Stadt Allstedt wurde auch in diesem Jahr das Burgerwachen, der Burgfrühling, kurz, die Saison eröffnet. Der Vertrag liegt nun in der finalen Version vor, der Notartermin wird fest ins Auge gefasst. Wir agierten also noch nicht als Eigentümer, durften uns dennoch mit einbringen und waren froh die Gelegenheit für ein persönliches Kennenlernen mit allen Neugierigen, Nachbarn und Interessierten nutzen zu dürfen.

Bei Regen wurde an diesem erwähnten Freitag den Dreizehnten der Aufbau begonnen, auch wir bezogen unseren Standort in den Stallungen des Westflügels. Erstmals geräumt, konnten wir nun erstmals vollumfänglich den Teil des Westflügels besichtigen, betreten und als Ausstellungsfläche nutzen. Aufsteller mit Informationen in Position gebracht, die Flugzettel (Flyer) bereitgelegt, das Banner gehißt, so gingen wir in den Abend und sehnten erwartungsvoll den beiden Folgetage entgegen.

Samstag früh, Sonne satt, Frühling in Allstedt. Für uns als Nordlichter fast schon Hochsommer. Nun will ich mal nicht übertreiben. Marktbereiber, Händler, Handwerker, Musiker – alle empfingen uns freundlich und in bester Stimmung. Wir kamen ins Gespräch, lernten uns kennen und begannen Netzwerke in ein Metier zu spannen, welches zugegebenermaßen bislang nicht auf meiner Interessenliste lag. (Mein letzter Artikel berichtet darüber) Unsere Vorburg ist eigentlich eher ein barocker Bau, somit eher ein Vorschloss. Doch es macht sich auch gut und bietet den passenden Rahmen für begeisterte Freunde des Mittelalters. Ist es der Turm, die Geschichte, die jahrhundertealten Grundmauern? Tausende Besucher bewiesen uns die Wichtigkeit einer solchen Veranstaltung und steckten uns mit diesem Fieber an. Wirklich großartig. So ließen wir uns nun in diese neue und schöne Welt fallen, genossen das Marktreiben bis die ersten Gäste unsere Stallung fanden und erkundeten.

Machen wir es kurz, unzählige Gespräche, konstruktive Kritik, ehrliche Diskussionen mit Menschen anderer Meinung, schon bekannte Gesichter aus der Nachbarschaft, neue Gesichter für uns, die unsere Gesichter schon kannten. Ein schönes Gefühl erleben zu dürfen, wie das persönliche Gespräch doch der beste Weg für ein Kennenlernen ist. Wenn sich noch dazu Familienmitglieder gesellen, in diesem Falle von Seiten meiner lieben Frau, dann geht einem einfach das Herz auf, das will ich nicht verhehlen. Am Samstag Abend war der Wortschatz des Tages aufgebraucht und wir schlemmten uns mit Leckereien des Marktes in den Abend und Sonnenuntergang.

Der Sonntagmorgen stand ganz im Zeichen des Marktreibens und der Erkundung des Handwerkerlagers auf dem Wirtschaftshof zwischen Vorburg und Kernburg. Diesen Ortsvorteil nutzten wir gerne bevor der Markt um elf seine Tore öffnete. Die Parkplätze sollten über den Tag zum Bersten gefüllt werden. Hier haben wir schon die ersten Verbesserungen für das kommende Jahr auf unsere Liste zu setzen.

Weiter ging es mit Gesprächen, Kennenlernen und dem lustigen Treiben auf dem Hof der Vorburg. Genau so stellen wir uns die Belebung vor. Nicht jeden Tag in der Besuchermenge. Doch lachende Gesichter, strahlende Kinderaugen, duftende Spezialitäten und Leckereien könnte sich ein Werber nicht besser ausdenken, wären sie nicht schon da. Das Schwärmen geht weiter. Wie schön ist es, neue Kontakte in der Region bei uns begrüßen zu dürfen. Da fühlt man sich schon heimisch. Meine Eltern machten sich spontan aus Ostwestfalen auf den Weg, nachdem sie am Vortag über Facebook das bunte Treiben vernahmen. Wer Eltern im Alter ab 70 hat, weiß wie hoch diese Spontanität zu bewerten ist. Wir freuten uns sehr, Ihnen nun auch einmal die Vorburg von Innen zeigen zu können. Nach all den Monaten des Mitfiebern von Fern, ein unvergesslich schöner Moment. Und welcher Menschenfreund wünscht es sich nicht noch vor dem offiziellen Einzug seinem neuen Nachbarn ein freudiges “Hallo Herr Nachbar” zuzurufen.

Auch die schönsten Tage gehen einmal vorbei, was bleibt sind Eindrücke, Gespräche, Menschen, Kontakte und die Bestätigung, dass unsere Pläne für uns mit der Vorburg genau richtig sind und auch schon recht ungeduldig erwartet werden. Wie schon erwähnt, werde ich im nächsten Beitrag wieder mehr auf die nächsten Schritte und administrativen Details eingehen. Jetzt möchte ich enden mit den schönen Gedanken an ein tolles, sonniges, erfolgreiches Wochenende und unser erstes grosses zwangloses Aufeinandertreffen mit unserer neuen Heimat und deren Bewohnerinnen & -bewohnern. Dazu ein großer Dank an alle, die uns besuchten. Dies wissen wir sehr zu schätzen und teilen die Ungeduld auf der Vorburg endlich ein Tässchen Kaffee oder ein Gläschen sprudelnden Cassis-Secco im Sonnenuntergang mit Ihnen geniessen zu dürfen.

Die Bilder des bunten Treibens in einer kleinen Galerie, dazu im weiteren Verlauf Impressionen unserer Gäste über Facebook.

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.