Es war Liebe auf den ersten Blick. Ganz einfach.

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) fasst es passend in 3:30 zusammen. Die Vorburg #altehrwürdig

Zu verschiedenen Zeiten wird man nach der Geschichte zum Projekt „Vorburg Allstedt“ auf Burg & Schloss Allstedt gefragt werden. Warum verfasst man die Geschichte, welche sich sicherlich nicht als Märchen herausstellen wird, nicht gleich als solche und in Buchform? Wir werden sehen wieviele Kapitel wir in den kommenden Monaten und Jahren füllen und wann das Werk dann endlich erscheint. Bis dahin hier schon ein kleiner Einblick der vielleicht ein bisschen besser die Frage klärt, wie alles begann…

Ein unscheinbarer Versteigerungskatalog im Sommer 2017 weckte unser Interesse an einem Schloss in Mitteldeutschland. Niemand hatte ursprünglich vor eine Burg oder ein Schloß zu kaufen. Das kam nie in den Sinn. Dennoch erschien es beim Blick in den Katalog sinnvoll und bei richtigem Konzept sogar machbar. Lebensfreude, ein Mehrwert an Lebensqualität und der gewisse Drang wieder etwas zu gestalten, ließen unsere Köpfe rauchen und Ideen entstanden. Kurz um, die Versteigerung war nichts für uns. Zu teuer und am Ende gefühlt die richtige Fügung. So begannen wir nun konkret zu suchen, denn der Gedanke etwas so gewaltiges zu gestalten beflügelte. Und die Gedanken und Konzepte waren schließlich nun schon einmal auf dem Tisch…

Die Denkmalbörse des Landes Sachsen-Anhalt ließ unseren Blick auf das Städtchen Allstedt fallen. Eine Vorburg stand zum Verkauf. Auf nach Allstedt.

Die Anfahrt über die A38, ein erstes zaghaftes Hervorscheinen des Torturms hinter einer Bergkuppe, dann die Abfahrt in die Stadt. Sehr vielversprechend und schön. Zum ersten durchweg positiven Eindruck trug sicherlich wesentlich das Postkartenwetter und unserer Ausgangspunkt am Fuße von Burg&Schloss Allstedt, am Vorwerksteich, bei. Ein Werber hätte diesen Moment nicht besser in Worte fassen können wie einst 1927 die Zeitung „Deutschland“ zur Eröffnung des Stadtbades:

„Ein malerischer Hintergrund: der Schlossberg mit seinem dunklen Tannenwald, darüber getürmt das Schloss; da wo der Berghang in die Ebene übergeht, das lichtere Grün von Laubwaldungen, das saftige, volle blumenübersprengte Grün der Wiesenflächen.“

Die nun vor uns liegende Burg, das Schloß Allstedt vermochte alle bereits für das andere Objekt gemachten Gedanken zu vereinen, vielmehr noch besser für dessen Verwirklichung geeignet zu sein. Der Gang durch das Tor, der beeindruckende Torturm und der sich dann anschließende Blick auf den Hof der Vorburg umrahmt von den beiden Kavalierhäusern, beeindruckend und inspirierend. Die Ideen im Kopf sprudelten. War es noch für das andere Objekt „nur“ die Produktion, private Gemächer und ggf. Ferienwohnungen, bot die Vorburg bereits auf den ersten Blick mindestens drei weitere Nutzungsmöglichkeiten an, die sich geradezu aufdrängten, da sinnvoll und zweckmäßig.

Allstedt ist ein feines Fleckchen Erde zum Leben und Erleben. Die Region bietet Potentiale, die es zu nutzen gilt, die Menschen sind aufgeschlossen und engagiert. Auf den folgenden Seiten skizzieren wir die verschiedenen Säulen um die Vorburg zu „bewirtschaften“. Es geht nicht um ein Hobby, es geht nicht um eine Teilzeittätigkeit. Wir möchten unseren Teil dazu beitragen und an der Gestaltung der Region, der Stadt, der Burg/Schloss Allstedt wesentlichen Anteil nehmen. Als neuer Lebens- und Arbeitsmittelpunkt wird die Vorburg der zentrale Ort unseres Schaffens.